Unsere Ernährung in den fünf Wandlungsphasen

Das Element Holz – Die Jahreszeit Frühling – Das kleine Yang

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zugeordnet, die Emotion ist der Zorn und die Organentsprechungen finden sich in Leber und Gallenblase wieder. Mit Ernährung und Bewegung können wir das Holz und seine innewohnende Energie unterstützen und zu einer po- sitiven Entfaltung verhelfen.

Insofern sollten wir unsere Lebens- gewohnheiten nach dieser Jahreszeit ausrichten. Früh aufstehen, später zu Bett gehen und sich viel Bewegung an frischer Luft verschaffen. Ziel ist es,

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der eigenen Yang Energie, die in die- ser Jahreszeit wieder im Wachsen be- griffen ist, mehr Raum zu geben. Aus der Ruhe des Winters, dem großen Yin (dem Rückzug nach innen), gilt es jetzt wieder mehr nach außen zu gehen, Ideen entstehen zu lassen, etwas Neues auszuprobieren, aktiv zu wer- den. Unterdrücken oder behindern wir diese Entwicklung, wird die Leber- energie beeinträchtigt. Flexibilität und Beweglichkeit sind gefragt. Dafür brauchen wir genügend Blut und Säfte,

 
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Um die Holzenergie zu nähren und be- weglich zu erhalten, helfen uns warme, gekochte Speisen aus Gemüse und Ge- treide, sowie Blattsalate und Sprossen. Geschmacklich sollten die Lebensmit- tel neutral sein, nur etwas süß und nur leicht bitter. Ungünstig wären Kombina- tionen mit fett-süßem oder fett-salzigem Geschmack.

Zum Aufbau und zur Mobilisierung der Körpersäfte wird das Gemüse gedüns- tet, blanchiert oder gedämpft.

Mit erfrischenden Kräutern, Blattsalat und Sprossen, lassen sich die Speisen gut ergänzen.

Passend für diese Jahreszeit

Gemüse

Karotten, Spinat, Tomaten, Kohlsorten (Brokkoli, Kohlrabi, Chinakohl, Spitz- kohl, Blumenkohl), Mangold, Spargel, Rote Beete, Pilze, grüne Blattsalate, Ruccola, frische Kräuter, Sprossen, Kartoffeln, Auberginen, Fenchel, Stau- densellerie, grüne Bohnen.

Früchte

Beeren füllen den Körper auf, beson- ders wenn wir sehr erschöpft sind. Süß- säuerliche rote Beeren nähren das Blut. Maulbeeren, Himbeeren, Erdbeeren, chinesische Bocksdornfrüchte.

 
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Lebermassage

Aufrecht und schulterbreit stehen, die Augen locker schließen und sich auf den Bereich der Leber konzentrieren.

Handteller übereinander legen. Frauen nehmen die linke Hand zuunterst, Män- ner die rechte. Zunächst im Uhrzeiger- sinn die Gegend sanft massieren, anschließend die Richtung ändern. Langsam 20-30 mal kreisen. Nach der Massage die Hände noch liegen lassen und in der Konzentration verharren. Be- wusst atmen, beim Einatmen den Druck verstärken, beim Ausatmen locker lassen. Diese Massage kann genauso gut im Liegen ausgeführt werden.

Auch eine kleine Wärmflasche auf die Lebergegend wirkt entspannend und entgiftend.

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Inzwischen Zitronensaft, Öl und Salz in einer großen Schüssel mischen. Das heiße Getreide dazu geben, alles ver- mengen und abkühlen.

Das abgekühlte Getreide mit Spinat, Frühlingszwiebel, Tomaten und Kräutern mischen. Zum Abschluss die gerösteten Pinienkerne darüber streuen.

Schmeckt auch sehr gut mit Gerste, Hirse oder Cous Cous.



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Beate Waldow Präventologin und Ernährungsberaterin für Chinesische Heilernährung http://www.praevention-lebensbalance.de